Geschichte der Gemeindestrasse

Das ursprüngliche Erschliessungsdatum einer Gemeindestrasse kennen

Sehr wichtig für das Verständnis einer Schweizer Gemeindestrasse ist, wann sie ursprünglich gebaut wurde. Erschliessungen neuer Quartiere verlaufen ja immer etappenweise. Kennt man das ursprüngliche Datum einer Erschliessung, lassen sich daraus auch Bautechniken ableiten, welche zu diesem Zeitpunkt üblich waren. Um hier eine fundierte Unterhalts- und Sanierungsplanung zu erstellen, ist es wichtig, die ursprüngliche Bauweise zu kennen!!

So wurden bis weit in die 70iger-Jahre auch Bautechniken mit Teer verwendet sowie Gemische aus Teer und Bitumen. Hier nur einige Techniken seit 1930:

  • Einstreudecke
  • Mischmakadam
  • Tränkmakadam oder Tränkung
  • Streumakadam
  • Eingussdecke
  • Asphaltfeinbeton
  • Sandasphalt
  • Gussasphalt
  • Teppichbeläge offen oder dicht
  • Fine Cold Asphalt (ca. ab 1950)
  • Kornpackungen
  • Bituminierter Kiesbeton

Beispiel eines traditionellen Aufbaus einer bituminös befestigten Gemeindestrasse aus den 30er-bis 60iger-Jahren: Tragschicht, gebunden mit Zement, Kalk oder Bitumenemulsion. Vermutlich Handeinbau einer bitumengetränkten Splittschicht als Decke.

Viel Handarbeit

Einfacher Handeinbau: Mit einem Brett wird der Asphalt gleichmässig verteilt.

Einfacher Strassenfertiger für den Asphalteinbau: ca. 50iger-Jahre.

Handeinbau und Verfestigung

Das Prinzip der Schöttertränkung: Auf ein Schotter- oder Kiesbett wird eine Bitumenemulsion  aufgespritzt. 

Link zu einer historischen Aufarbeitung der Schweiz Infrastruktur

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